Bericht Marathon 2017 - TV Klein Ilsede

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Bericht Marathon 2017

2016 > Berichte
Zwischen Eselskarren und jubelnden Kindern oder der Halbmarathon in Marrakesch …
Florian Brandes und Matthias Krökel starten am 29.01.2017 beim Lauf aus 1000 und einer Nacht!

Eselskarren, Palmen und verschleierte Frauen – das und noch viel mehr sahen wir beim 28. Marathon in Marokko.
Eine Vorbereitung war  fast nicht existent, denn wir sind bei den eisigen Temperaturen in Deutschland nur einmal eine längere Strecke gelaufen, aber das musste reichen.
Mit Lufthansa flogen wir am Freitagmorgen von Hamburg über München nach Marrakesch. In weniger als 6 Stunden hatten wir die Stadt am Fuße des Atlasgebirges erreicht. Wunderschön war der Blick auf die bis zu 4.000 Meter hohen schneebedeckten Gipfel beim Landeanflug.
Uns empfingen Sonnenschein, blauer Himmel und Temperaturen von fast 20° C. Unser Fahrer brachte uns zum Riad Agathe in der Altstadt von Marrakesch, der Medina. Unsere Unterkunft befand sich in den engen Gassen der Medina und war von außen völlig unscheinbar. Innen jedoch verteilten sich die 8 Zimmer um einen schönen Innenhof mit Brunnen.
Für unseren Halbmarathon mussten wir stolze 53 Euro zahlen. In der Startgebühr inklusive war ein Funktionsshirt und eine Medaille. Eine Kleiderabgabe durfte man aber nicht erwarten und auch die Infos auf der Website waren eher spärlich.
Am Samstag ging es dann zum "Marathon Village" um die Startunterlagen zu empfangen.
Vorher konnten wir bei einer Stadtführung etwas über die Geschichte und das Leben in Marrakesch lernen.
Am Sonntag wurden die Marathonis um 8 Uhr auf die Strecke geschickt. Mit etwa 6° C war es zwar sehr kühl, aber in der Sonne wurde es sehr schnell warm und später zeigte das Thermometer sicherlich um die 20° C. Unser Start war für 08:30 Uhr geplant und wir hatten nur einen kurzen Fußweg von ca. 15 min von unserem Riad zur Startzone, den wir zum Warmlaufen nutzten.
Als wir vor Ort eintrafen, waren wir doch über die große Anzahl von Läufern erstaunt (insgesamt ca. 5100). Sehr viele internationale Teilnehmer waren auszumachen, aber auch viele Teilnehmer aus Marokko.
Als Zeit hatten wir uns 1: 45 h. gesteckt.
Der Traum zerplatzte aber gleich wieder nach dem Start, da auf den ersten 2 km ein Überholen der vor uns Laufenden unmöglich war. Den Kurs kann man am besten als eine große Runde um die Altstadt von Marrakesch beschreiben. Wir waren zu einem Großteil auf breiten Straßen unterwegs
Erstaunt waren wir über die zahlreichen Zuschauer. Einerseits waren das die Begleiter der internationalen Teilnehmer, aber andererseits auch Einheimische. Besonders viele Gruppen von Kindern standen am Rand und jubelten wie verrückt. Ihr Ziel war es so viele Läufer wie möglich abzuklatschen. Alle fünf Kilometer konnten wir uns an einer Verpflegungsstation mit Wasser, welches in Flaschen gereicht wurde und Mandarinen erfrischen. Aber die letzte Station hatten wir bereits bei Kilometer 15 erreicht – danach gab es erst im Ziel wieder etwas.
Wir liefen gegen Ende auch ein Stück an der Stadtmauer entlang und konnten einen Blick in die Souks – das sind Märkte, auf denen alles Mögliche gehandelt wird – erhaschen. Am Vortag hatten wir uns noch in den engen und verwinkelten Gassen der Souks verlaufen. Als wir das Ziel erreicht hatten befanden wir uns genau dort, wo wir auch gestartet waren. Für uns war der Halbmarathon nach 1:51:59 h beendet und mit dieser Zeit waren wir aufgrund unserer schlechten Vorbereitung zufrieden. Ich hatte den Eindruck, dass der Lauf ein wenig zu einem Verkehrschaos beitrug, denn an den Kreuzungen standen immer Hunderte von Moped- und Mofafahrern und warten darauf, dass die Straße wieder freigegeben wurde. Der Verkehr ist in Marrakesch auch ohne Lauf sehr chaotisch und Verkehrsregeln gibt es nur auf dem Papier. Aber auch Eselskarren standen am Straßenrand, die vor allem in der Altstadt ein beliebtes Transportmittel darstellen.
Zur Entspannung ging es nachmittags in ein marokkanisches Haman,
zu einem 2 Std. Verwöhn Programm.
Minztee und marokkanisches Gebäck gab es auf dem Platz der Gehenkten" Djemaa el Fna". Keine Angst – heute wird dort niemand mehr gehenkt! In den Souks waren wir shoppen und auf unserer Dachterrasse des Riads genossen wir die Sonne, bevor es am Dienstag über Lissabon wieder zurück nach Deutschland ging.
Marrakesch ist schon eine sehr interessante Stadt – ein Ort voller Gegensätze!
Mal schauen, wo uns der nächste Lauf hinführt.

                                                                                                                                                                                                                                                               Matthias Krökel 02/2017

 
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